Carboxy-Therapie

Carboxy-Therapie

Mit dem Alter verliert die Haut an Elastizität und es bilden sich Falten. Die empfindliche Haut um die Augen ist besonders anfällig für die Zeichen der Zeit. Viel Stress und Schlafmangel setzten ihr zusätzlich zu – neben Falten können sich dunkle Augenringe bilden. Mit der Carboxy-Therapie lassen sich diese Alterserscheinungen effektiv und schonend behandeln. Ursprünglich setzten Ärzte die Carboxy-Therapie ein, um Wunden rascher abheilen zu lassen und arterielle Verschlusskrankheiten zu behandeln. Auch bei der Schmerztherapie kommt diese Behandlungsmethode zum Einsatz. Mit der Zeit erkannten Mediziner dann aber einen weiteren positiven Nutzen: Mit Hilfe von medizinischem Kohlendioxid (CO2) lassen sich dunkle Augenringe minimieren und kleine Falten langanhaltend glätten.

Wirkmechanismus

CO2 ist ein farb- und geruchloses Gas, welches im Gewebe diffundiert. Durch das entstehende Ungleichgewicht zwischen O2 und CO2 (Hyperkapnie) erhöht der Körper die lokale Mikrozirkulation über eine Dilatation der Metaarteriolen, der Arteriolen und der präkapillaren Sphinkter. Der Effekt der verstärkten Durchblutung ist sichtbar als Hautrötung (Erythem), für den Patienten fühlbar als Wärme und nachweisbar in der Kapillaroskopie. Damit wird regulatorisch die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung vor Ort sichergestellt, was wiederum den Zellmetabolismus begünstigt. Der Sauerstoffpartialdruck steigt durch die verstärkte Abspaltung von Sauerstoff vom Hämoglobin (Bohr-Effekt). 70 % des Gases reagieren mit dem Plasma zu Kohlensäure. Die kurzfristige Azidose führt einerseits zur unmittelbaren Vasodilatation, andererseits zur Freisetzung von Wachstumsfaktoren und Förderung einer Neoangiogenese. Die Kohlensäure wird wiederum durch Abspaltung eines Wasserstoff-Ions zu Bicarbonat reduziert.

Langanhaltender Erfolg

Ärzte injizieren das CO2 mit einer sehr feinen Nadel wenige Millimeter tief in die gewünschten Bereiche. Die Injektion kann ein leichtes Pieken verursachen, ist in der Regel aber schmerzarm. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, sind etwa sechs Behandlungen in einem Abstand von 14 Tagen ideal. Bis erste Erfolge in Form von strafferem Gewebe sichtbar sind, vergehen meist sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit regeneriert sich das Gewebe und es bildet sich nach und nach neues Kollagen. Nachdem die Carboxy-Therapie abgeschlossen ist, können Sie von einem langanhaltenden Ergebnis ausgehen. Da sich die Haut weiterentwickelt, ist es möglich, dass sich später neue Veränderungen ausbilden. Eine erneute Therapie ist dann selbstverständlich möglich.

Risikoarme Behandlungsmethode

Das Risiko für Nebenwirkungen ist sehr gering und Sie können sofort nach der Behandlung wieder in den Beruf und Alltag zurückkehren. In seltenen Fällen bilden sich kleine Hämatome um die Einstichstelle herum. Der Körper baut diese aber nach kurzer Zeit von selbst wieder ab. Bei stark erschlaffter Haut können zudem Schwellungen im behandelten Bereich entstehen, die über mehrere Wochen anhalten. Einige Patienten verspüren nach der Injektion ein leicht kribbelndes Gefühl rund um die Einstichstelle und ein kurzzeitiges Schweregefühl. Durch die verstärkte Durchblutung können kurzzeitig leichte Rötungen und ein Wärmegefühl entstehen.